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Cowboys, Indianer, Kämpfer und Helden versuchen seit Jahren die Warnungen der grossen PR-Fehler in die Welt zu tragen. Aus Sicht der Journalisten versuchen viele Konzerne ihre Mitteilungen gleichzeitig an den Mann zu bringen sowie sie im Nebel zu verhüllen. Wieder andere betätigen sich als Krimiautor und versuchen Spannung aufzubauen, auch wenn man im Titel bereits den Täter erkennt. Auch Witzbolde gibt es derzeit viele; auch da wird aus Spass schnell ernst, wenn es dem Journalisten zu bunt wird.

Wer will, dass seine Pressemitteilungen nicht gleich im Ablageordner – der umgangssprachlich auch als Papierkorb betitelt wird – landet, kann seine Chancen bereits mit einigen wenigen Tricks verbessern.

Anreden und Betreffzeilen

Die Zeiten der Faxe auf den Redaktionen sind vorbei. Die Maileingänge werden jedoch stündlich mit Pressemitteilungen und Agenturmeldungen geflutet. Klug fühlt sich jener, der darum im Betreff mit den Worten „Wichtige Pressemitteilung„ oder auch „Flash der Firma XY“ kennzeichnet. Sollte eine Pressemitteilung nicht wichtig sein, ist es sinnfrei, diese zu verschicken. Somit sind oben genannte Betreffs nichtssagend, wenn nicht gar ein Bluff. Künstliches aufplustern macht sehr wenig Sinn. Im Betreff muss zwingend ersichtlich sein worum es geht, ansonsten landen die Mitteilungen mit grosser Wahrscheinlichkeit im Papierkorb. In vielen Redaktionen werden nur die Betreffzeilen angezeigt, um die Übersicht zu bewahren. Die Reaktion der Redaktoren auf Nonsens ist „löschen“.

Mehrwert und Kurzformen

Anhänge wie PDF und Word-Dateien sind eine tolle Sache. Sollte aber nicht auf den ersten Blick einer Pressemitteilung ersichtlich sein, welchen Mehrwert für einen Redaktor die Mitteilung hat, wird sie eher übersehen. In wenigen Sätzen sollte klar ersichtlich sein, worum es geht. Gerade bei Radio- und Online-Redaktionen ist das wichtig. Markante Eckpunkte machen eine Pressemitteilung sexy und lassen den Redaktor erkennen, ob es sich lohnt, den Anhang überhaupt zu öffnen.

Hollywood hat in Pressemitteilungen wenig verloren

Ausser beim Blockbuster „Titanic“, wo man schon zu Beginn des Films wusste, dass das Schiff zum Ende des Films untergehen wird, wird in Hollywood-Streifen Spannung aufgebaut. Lassen sie das die Profis tun und es nicht in ihre Pressemitteilungen einfliessen. Auch Cluedo ist ein tolles Spiel. „Finde den Täter“ ist aber in Pressemitteilungen nicht angebracht. Man sollte so rasch als möglich auf den Punkt bringen, was die Pressemitteilung bewirken oder aussagen will. Viele Konzerne haben sich darin spezialisiert, die Priorität der Meldung an den Schluss oder zwischen die Zeilen zu verstecken. „Finde die News“ ist aber nicht per se der Job des Journalisten beim Lesen einer Pressemitteilung. Darum: was wichtig ist, gehört an den Anfang. Die Zeit drängt auch bei den Journalisten.

 

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